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Systemischer Ansatz

Eines der am häufigsten nachgefragten Verfahren.

Wirksamkeit in über 80 Studien nachgewiesen.

 

Unser Angebot richtet sich an

  • Einzelpersonen
  • Paare
  • Eltern
  • Familien
  • Freunde
  • Teams
  • Führungskräfte
  • Organisationen und Unternehmen

Systemischer Ansatz

Dynamiken verstehen.

Klarheit gewinnen.

Beziehungen nach eigenen Wünschen gestalten.

Das Beziehungswesen Mensch

Jeder von uns kennt das: Ein Wort ergibt das nächste und schon hat man den Salat - ein Streit ist eskaliert! Wer glaubt, er bliebe auf die Menschen in seinem Umfeld wirkungslos, wird erfahren, wie sehr wir Menschen uns gegenseitig beeinflussen - bewusst oder unbewusst.

Die Beziehungen in unserem Privat- und Arbeitsleben verändern sich laufend. Der größte Wunsch des Menschen ist es, dass die Beziehungen zu sich selbst, Partnern, Freunden, Familienangehörigen, Kollegen und Mitarbeitern stabil und funktionsfähig sind. Um dies zu erreichen ist es notwendig sich mit sich selbst und dem eigenen Umfeld auseinander zu setzen und Beziehungen bewusst zu gestalten.

 

Beziehung zu anderen und die Beziehung zu sich selbst als zentrale Indikatoren

Im Kontakt mit anderen Menschen, sei es privat oder in der Arbeitswelt, fällt uns am häufigsten auf, dass gerade irgendetwas nicht stimmt. Daher ist es zentral, auch für diese zwischenmenschlichen Schwierigkeiten Lösungen zu finden und Beziehungen aktiv zu gestalten.

In der Systemischen Arbeit wird der Fokus außerdem auf die Beziehung eines Menschen zu sich selbst gerichtet, da es hier ebenso Belastungen und Blockaden geben kann. Beispielsweise, wenn wir mit Traurigkeit und Ängsten konfrontiert sind, ungesunde Verhaltensweisen an uns beobachten oder uns kraftlos fühlen.

Der interdisziplinäre Charakter und Ursprung der Systemik

Erkenntnisgewinn und Praxisfortschritt folgen keinen gleichmäßigen Schritten, sondern sind ein dynamischer Prozess. Im Nachhinein ist es deshalb schwer einen „Erfinder“ auszumachen, oftmals erscheint die Zeit einfach reif für einen bestimmten Entwicklungsschritt, eine neue Perspektive.

In vielen Wissenschaften vollzog sich in den 50er Jahren eine Veränderung, die sich weg von der isolierten Betrachtung von Objekten und deren Eigenschaften hin zur Beobachtung miteinander agierender Objekte und deren Wechselbeziehungen, die gemeinsam eine übergeordnete Einheit bildeten – ein System. Es zeigte sich, dass das Verhalten der Objekte besser durch ihre Wechselbeziehungen und den Regeln der Kommunikation, als durch ihre individuellen Eigenschaften erklärt werden konnte (von Schlippe/ Schweitzer 2007).

Auch im psychosozialen Bereich gab man diesem Interesse nach und interessierte sich zunehmend für die sozialen Systeme eines Objektes. So kam es zu einem erweiterten Verständnis von menschlichen Problemen und möglichen Interventionen (z.B. Minuchin, Satir). Unter dieser Perspektive wird problematisches Verhalten nicht mehr mit Eigenschaftskonstrukten oder Krankheitsbildern gleich gesetzt, sondern mit kontextueller Interaktion, kommunikativen Sinn und Nutzeneffekt erklärt. Zentral dabei ist immer die Auswirkungen des Problemverhaltens zu beobachten und auch zu hinterfragen, welche Kompetenzen sich dahinter eigentlich verbergen (vgl. Depression vs. depressives Verhalten) (von Schlippe/ Schweitzer 2007).

Systemik als allumfassende Deutung des Lebens und Ermöglichung von Veränderungsprozessen

Systemische Therapie fasst weit mehr als eine Psychotherapieschule mit familientherapeutischem Schwerpunkt, denn sie orientiert sich an der grundlegenden systemischen Konstitution fast aller Naturphänomene und insbesondere die Natur des Menschen (Schiepek, 2012). In den biologischen, neuronalen, psychischen und sozialen Prozessen des Menschen erkennen wir Merkmale von Systemen.

Somit ist es nicht verwunderlich, dass systemische Denk- und Praxismodelle auch in Unternehmen der Verwaltung und der Politik genutzt werden (von Schlippe/Schweitzer 2007).

Was ist ein System?

Zugehörigkeit – Sinnhaftigkeit – Balance

Sehr vereinfacht könnte man sagen, dass ein System aus Elementen und Objekten besteht, die eine gemeinsame Sinnhaftigkeit haben. Zwischen diesen Elementen und Objekten bestehen Beziehungen. Diese Beziehungen kann man auch als Wechselwirkungen beschreiben, denn Elemente und Objekte beeinflussen sich gegenseitig und reagieren aufeinander. Ein System kennzeichnet sich dadurch, dass es zwischen Elementen und Objekten einen inhaltlichen Zusammenhang gibt. Dieser Zusammenhang kann beispielsweise sein, dass wir Mitglieder der gleichen Firma, des gleichen Teams, dergleichen Familie, des gleichen Freundeskreises oder der gleichen Nation sind. Wir können also gleichzeitig Teil mehrere Systeme und Subsysteme sein. Auch kann die Zugehörigkeit zu einem System die Zugehörigkeit in einem anderen System, zum Beispiel am Arbeitsplatz, ausschließen.

Zentral ist, dass jedes System seine eigenen Regeln, Hierarchien und Dynamik besitzt. Diese werden nicht immer bewusst ausgehandelt und gesteuert. Ziel eines jeden Systems ist es, sich nach innen hin zu stabilisieren und auszugleichen und nach außen hin abzugrenzen. Auch diese Dynamiken geschehen nicht immer bewusst. Man könnte also sagen Systeme sind geprägt von einer gemeinsamen Sinnhaftigkeit und dem Streben nach Balance (von Schlippe/ Schweitzer 2007).

Wechselwirkungen: Austausch & Dysfunktionalität

Wechselwirkungen sind der lebendige Teil in Systemen oder zwischen Systemen, die zum einen Austausch und Rückkoppelung ermöglichen, aber auch zu chaotischen und dysfunktionalen Zuständen führen können. Dies gilt wieder ebenso für alle biologischen, neuronalen, psychischen und sozialen Prozessen des Menschen. Die Dynamik in den Systemen sind oft so komplex, dass wir als Teile des Systems den Überblick verlieren und die Dynamik nicht mehr verstehen.

Vorgehensweise

Grundlegende Aufgabe von Systemikern ist es, den inneren Sinn eines Systems zu erfragen. Erst wenn die Verarbeitungslogik des Systems deutlich wird, kann auch verstanden werden, wie mit Herausforderungen umgegangen wird, welche Veränderungspotentiale bestehen und welche Zugangsmöglichkeiten wählbar sind.

Auf die richtige Kombination kommt es an: die Bedeutung der Beziehung zwischen Klient und Therapeut/Coach

In den klassischen Herangehensweisen der Psychotherapie und auch der Medizin geht man davon aus, dass zu ein bestimmtes Problem auch eine bestimmte Erklärung gehört, aus der sich eine bestimmte Vorgehensweise ableitet mit der eine bestimmte Wirkung erzielt werden möchte. In diesem linearen Modell war bisher wenig Platz für die Bedeutung der Klienten-Therapeuten-Beziehung.

Dank der Forschung mit dem so genannten „common factors modell“, welches den Fokus auch auf die Interaktion zwischen Klient und Therapeut legt, wissen wir heute, dass die Beziehung und der Prozess zwischen Klient und Therapeut entscheidend für den positiven Verlauf einer Zusammenarbeit ist und weniger die Inhalte und die Methodik. Daher kann Ihnen auch an dieser Stelle nur wieder ans Herz gelegt werden, sich mit der Wahl des Therapeuten oder Coaches so lange Zeit zu lassen, bis sie das Gefühl haben, an der richtigen Stelle angekommen zu sein.

Orientierung in einer immer komplexeren Welt

Darüber hinaus ist der Systemische Blick in der heutigen Zeit wichtig, damit wir uns in dieser hochkomplexen Welt zurecht finden und uns Orientierung verschaffen. Nicht um die Welt kleiner und einfacher zu machen, das werden wir in Wirklichkeit nie erreichen. Aber mit Hilfe des systemischen Blicks ist es möglich zu erkennen, was im Moment wirklich wichtig ist und ob es zu den langfristigen Zielen passt.

Argumente für den Systemischen Ansatz

  • eines der am häufigsten nachgefragten Verfahren
  • hohe Effizienz bei einer relativ geringen Anzahl von Sitzungen (Kurzzeittherapie)
  • Wirksamkeit bereits in über 80 Studien nachgewiesen
  • Anerkannt vom WBP - Wissenschaftlichen Beirat Psychotherapie

Klassische Anwendungsgebiete des Systemischen Ansatzes

  • Systemische Einzeltherapie
  • Systemische Paartherapie
  • Systemische Familientherapie
  • Systemisches Coaching
  • Systemische Supervision
  • Systemische Organsiationsberatung
  • Systemische Struktur- und Skulpturarbeit

Moderne Anwendungsgebiete des Systemischen Ansatzes

  • in Verbindung mit Positiver Psychologie
  • in Verbindung mit EMDR, Brainlog und SET
  • in Verbindung mit Kognitiver Verhaltenstherapie im Provokativen Stil
  • in Verbindung mit ambulanter Burnout-Therapie
  • in Verbindung mit Elterncoaching
  • Beantwortung gesellschaftlicher und politischer Fragestellungen

Unser Vorsprung

  • fundierte Ausbildungen und langjährige Berufserfahrung
  • Kombination von systemischen Herangehensweisen mit modernen Methoden

Unser Versprechen

Spürbarer Gewinn vom ersten Termin an.

 

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Literatur:

Arist von Schlippe und Jochen Schweizer (2007): Lehrbuch der systemischen Therapie und Beratung I: Das Grundlagenwissen

Günter Schiepek (2012): Systeme Therapie - Eine Annäherung. In: Kontext 43 (4): S. 338-362