was ist was

was ist was?

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Appreciative Inquiry

Das Positive identifizieren, die Aufmerksamkeit darauf lenken und weiterentwickeln

Appreciative Inquiry heißt frei übersetzt „wertschätzende Erkundung“ und ist eine Methode die Veränderungen anregt, das Positive in Teams und Unternehmen gezielt identifiziert und weiterentwickelt. Leitgedanke des AI im Einzel- und Teamcoaching, ist die bejahende Herangehensweise von dynamischen Veränderungsprozessen auf Grundlage der Stärken und Ressourcen, die bereits in einem Team oder ganzen Organisation vorhanden sind. 

Die Wirksamkeit des AI ist einfach auf den Punkt gebracht mit folgender Überlegung: Wann werden sich Mitarbeiter motivierter zeigen und ihre Stärken einbringen? Wenn sie immer wieder mit ihren Schwächen konfrontiert werden und was sie falsch machen? Oder wenn man mit ihnen ihre Stärken gezielt herausarbeitet und fördert?

Es ist entscheidend zu erkennen, dass bereits alle Ressourcen angelegt sind, die man für die Bewältigung der Herausforderungen braucht. Nicht die Schwächen einer Gruppe oder Fehleranalysen stehen im Vordergrund, sondern die bereits vorhandenen Kompetenzen, Fähigkeiten, die es ausmacht. Darauf aufbauend werden Visionen entwickelt, Ziele definiert und Schritte für den Veränderungsprozess eingeleitet.  

Grundannahmen des AI:

Jeder Mensch, jedes Team und jede Organisation hat ein ungeahnt großes Potential.

Jeder Mensch, jedes Team und jede Organisation entwickelt sich immer in die Richtung dessen, worauf sie ihre Aufmerksamkeit lenkt.

Der konventionelle Ansatz:

Probleme lösen

Ursachen analysieren

Mögliche Lösungen erarbeiten.

Maßnahmenplanung zur Mängelbeseitigung.

Grundannahmen: Organisationen haben Mängel, die beseitigt werden müssen,

 

AI-Ansatz

Vorhandene Ressourcen und Stärken im Unternehmen entfalten.

Das Positive herausarbeiten, verstehen und wertschätzen.

Das Optimum als Vision entwerfen.

Planen und definieren, wie es werden soll.

Maßnahmen planen, wie es sein wird.

Grundannahmen: Organisationen haben ein ungeahntes Potential, das es Wert ist herausgearbeitet zu werden.

Aus der Positiven Psychologie wissen wir, dass die Auseinandersetzung mit unseren Schwächen uns schwächt, und die Auseinandersetzung mit Stärken uns stärkt. Kennt man die Besonderheiten und das eigene Potential gut, wird man auch ohne Kenntnis der Schwächen den richtigen Weg einschlagen.

basefood

Verstehen, was einem gut tut

Basefood bedeutet eine gesunde Ernährung mit gesunden Kohlenhydraten, hochwertigen Ölen und Ballaststoffen. Eine ausgewogenen Säure-Basen-Balance und natürliche Micronährstoffe, speziell Antioxidantien. Basefood ist nicht als Diät, sondern als eine dauerhaft vitalstoffreiche Ernährung konzipiert. Sie ermöglicht Sattessen mit einer gesunden Stoffwechselregulation und ihren vielen positiven gesundheitlichen Folgen.

Dieses Ernährungskonzept wurde von einem Team aus Ernährungsmedizinern , Sportwissenschaftlern und Ärzten entwickelt, um die Ernährung dauerhaft, auf Basis neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse, zu optimieren.

Zur Vorgehensweise

Mit basefood stellen Sie ihre Ernährung auf ein natürliches und ausgewogenes Ernährungsprofil um. Ein ausführlicher Gesundheitscheck mit einer computergestützten Analyse bilden die Grundlage für eine individuelle Beratung. Zunächst wird die physiologische Wirkung der Lebensmittel auf den Körper und seinen Stoffwechsel berechnet. Dazu zählen auch die Säurebelastung, die Zusammensetzung der Fette uvm. Ziel ist es den Stoffwechsel zu aktivieren, Blutfettwerte und Blutzucker in Balance zu bringen, das Immunsystem zu stärken, die Entgiftungsleistung der Organe zu unterstützen und das Körpergewicht zu regulieren.

 basefood ist geeignet für

  • Gesunde
  • Sportler
  • Kinder

basefood wird empfohlen bei

  • Übergewicht
  • Diabetes
  • rheumatischen Erkrankungen
  • Gicht
  • Osteoporose
  • Laktose- und Glutenunverträglichkeit

 

 

 

Brainlog & Brainspotting

Positive Ressourcen verstärken - hemmen was belastet

Brainlog/Brainspotting zählt zu den bilateralen Techniken und ist eine Weiterentwicklung des EMDR.

Der amerikanische Psychotherapeut Daniel Craig fand mit dem Resonanzpunkt eine Möglichkeit, Geschehnisse, Ängste etc. noch intensiver und gezielter zu verarbeiten. Wie im EMDR werden Belastungsreaktionen, Ängste und Traumata analog den Verarbeitungsmechanismen im REM-(Rapid Eye Movement) Schlaf geheilt. Auch diese Methode wird mittlerweile in unterschiedlichsten Bereichen mit großen Erfolgen angewendet.

 Zur Vorgehensweise

 

Während der Klient im EMDR die belastende Situation fokussiert und die Augen des Klienten den Handbewegungen des Therapeuten, im wechselnden Rhythmus von links nach rechts, folgen, konzentriert sich der Klient beim Brainlog/Brainspotting auf körperliche Reaktionen, die mit der Erinnerung auf die Belastung, Blockade oder Angst einhergehen. Er fokussiert mit den Augen einen vorab bestimmten sogenannten Resonanzpunkt. Die bilaterale Stimulation wird mit Musik über Kopfhörer herbeigeführt, eine Entspannungsreaktion erfolgt und Ängste, Belastungen und Traumata werden vom Hippocampus ins Langzeitgedächtnis übertragen und ohne Belastungsreaktionen abgespeichert.

Mit Brainlog/Brainspotting gelingt es noch gezielter an den Kern der Belastung zu gelangen. Neben der Auflösung von Belastungsreaktionen können gezielt  Ressourcen und Entspannungszustände aktiviert und neuronale Brücken in belastete Gedächtnisinhalte gebaut werden. So kann das eigene Potential wieder, oder oft auch erstmals komplett ausgeschöpft werden.

Durch diese Aktivierung und Verknüpfung kann unser Denkorgan leichter auf positive Gedächtnisinhalte, Fähigkeiten und Erfahrungen zugreifen, auch bei wiederkehrender Belastung.

Im Coaching ermöglicht dieses Verfahren eine gezielten Aktivierung von Potentialen und Ressourcen bei gleichzeitiger Lösung von Belastungen.

Brainlog für Kinder und Jugendliche

Kinder wie Jugendliche sprechen in der Regel sehr schnell auf die bilaterale Stimulation an. So werden bei ADHS, Lernblockaden und Verhaltensauffälligkeiten in kurzer Zeit hervorragende Resultate erzielt.

Noch effektiver gelingt dies, wenn systemisch gearbeitet wird. Das heißt die Eltern, die häufig sehr unter der Belastung und den Reaktionen der Umwelt leiden, werden aktiv in den Therapieprozess einbezogen.

Argumente für Brainlog/Brainspotting

 Gezielte Aktivierung von Ressourcen und Selbstheilungskräften

  • Steigerung von Wohlbefinden und Energie
  • Lösungsorientiertes Verfahren, geeignet für Themen aus dem Arbeitsweltkontext
  • Sehr schonende Bearbeitung von Belastungen, Traumata etc.
  • Spürbare Verbesserung von der ersten Sitzung an

Besonders geeignet bei

  • Burnout, Stressreaktionen
  • Traumata, Posttraumatische Belastungsreaktionen
  • Ängste, Panikattacken
  • Lampenfieber, Redeangst
  • Blockaden
  • Depressionen
  • Lernstörungen, ADHS
  • Sucht
  • Psychosomatische Beschwerdebilder, Schmerzen

Literatur

EMDR - Ein Durchbruch in der Psychotherapie von David Grand und Cäcilie Koßmann (Juni 2011)

Brainspotting: The Revolutionary New Therapy for Rapid and Effective Change von David Grand (April 2013)

Burnout - Die wichtigsten Merkmale

Als Anzeichen und Symptome gelten

  • Emotionaler Erschöpfungszustand mit dem Gefühl der Überforderung, des Ausgelaugt seins. Dieser Zustand geht einher mit Abgeschlagenheit, Müdigkeit, Antriebslosigkeit und Anspannungszuständen. Gleichzeitig gelingt es nicht mehr, in Freizeit und Urlaub zu entspannen. Schlafstörungen, psychosomatische Beschwerden und Infekte treten auf.
  • Distanzierung und Depersonalisation. Mit der Überforderung und damit verbundenen Frustration beginnt eine Distanzierung zur Arbeit, häufig auch zu Kollegen und Familie. Die Betroffenen fühlen sich wie in Watte gepackt, sind unfähig, an positive Gefühle anzuknüpfen. Oft weicht der ehemaligen Begeisterungsfähigkeit eine Monotonie, die in Gleichgültigkeit mündet.
  • Verringerte Arbeitsleistung mit Konzentrationsstörungen und mangelnde Merkfähigkeit. Dabei gelingt es nicht mehr zwischen wichtigen und unwichtigen Erledigungen zu unterscheiden. Der Überblick geht verloren.


Auch Angsterkrankungen, Panikattacken, Tinnitus, unkontrollierte Weinkrämpfe, Lähmungserscheinungen, Sprachstörungen und Bluthochdruck u.v.m. gelten als Folgeerkrankungen der stressbedingten Erschöpfung.

Elterncoaching

Autorität als Eltern wiedergewinnen. Liebevolle Beziehungen leben.

Elternschaft ist vielleicht der schönste und der härteste Job der Welt zugleich!

Dynamiken in Familien können auf eine Art eskalieren, dass Eltern sich nicht mehr alleine zu helfen wissen und die Situation zu Hause unerträglich wird.

Psychische und physische Gewalt sind dann keine Seltenheit mehr, auch wenn dieses Thema von zahlreichen Tabus belegt ist. Eltern haben Schuldgefühle, fühlen sich in ihrer Erziehungskompetenz geschwächt und trauen sich nicht über die familiären Probleme zu sprechen. Dieses Schweigen und die Scham über die entstandene Situation erzeugen in der Regel keine Verbesserung, sondern eher eine Verschlimmerung der Zustände. In dieser Festgefahrenheit etablieren sich zu Hause Muster, die einer liebevollen und zugewandten Beziehung zu den eigenen Kindern im Wege stehen. Die Nerven bei allen Parteien liegen blank. Oft folgt dann der Impuls der Eltern wieder „durchzugreifen“ und die verlorene Autorität (oder das was wir traditionell dafür halten) widerzuerlangen.

Argumente für Elterncoaching

  • hohe Effizienz bei einer relativ geringen Anzahl von Sitzungen (Kurzzeittherapie)
  • Erhöhung der elterliche Präsenz
  • Stärkung der Allianz der Eltern und Erziehungspartner
  • gewaltfrei durch Krisen gehen
  • Beziehungen zu Kindern pflegen und liebevoll gestalten

Anlässe für Elterncoaching

  • Konflikte mit Kindern und/oder Jugendlichen belasten Sie?
  • Es gibt Schwierigkeiten mit dem Grenzensetzen und Grenzeneinhalten?
  • Kinder und Jugendliche zeigen stark auffälliges Verhalten?
  • Familienzusammenkünften werden unmöglich?
  • Sie vermeiden es nach Hause zu kommen?
  • Sie denken über eine Unterbringung ihres Kindes nach?
  • Konflikte zwischen Eltern nehmen zu?
  • Als Eltern fühlen sie sich hilflos?
  • Sie können sich niemandem anvertrauen?

Ziele von Elterncoaching

  • neue Haltung als Eltern gewinnen
  • Stärkung der Elternallianz
  • Erhöhung der elterliche Präsenz
  • Verzicht auf psychische und physische Gewalt
  • Autorität wiedererlangen
  • Kinder und Jugendliche entlasten
  • Herstellen eines „normalen“ Familienlebens
  • Beziehungen zu Kindern pflegen und liebevoll gestalten

Der Ansatz im Elterncoaching nach Prof. Haim Omer: Gewaltfreie Präsenz der Eltern

Heute verfügen wir über keinen gesellschaftlichen Konsens mehr, wie elterliche Autorität aussehen soll und darf. In der Vergangenheit haben sich Eltern von autoritärem bis antiautoritärem Erziehungsstil ausprobiert, doch beides war nicht für alle Beteiligten das Beste.

Durch die Erziehungsstilforschung erhalten wir Hinweise, welches Verhalten der Eltern sich besonders positiv auf Kinder auswirkt: Der autoritative Erziehungsstil, besser bekannt als das Konzept „Freiheit in Grenzen“. Dieses meint, dass Kinder zum einen einen festen, verlässlichen und vertrauensvollen Bezugspunkt brauchen UND die Möglichkeit zur Erkundung der Welt mit der Möglichkeit eigene Erfahrungen zu machen.

Ghandi als Beispiel und Vorbild

Dieser letzte Erziehungsstil sieht keine Gewalt vor. Auch zielt er nicht auf die Unterwerfung des Kindes, oder das Nachgeben und Durchsetzen der Eltern. Er verzichtet auf Gewalt. Dennoch betont er, dass Eltern ihre Autorität ausüben sollen und müssen, um Kindern stabile Rahmenbedingungen für ihr Aufwachsen zu garantieren. Als Beispiel kann hier vielleicht Gandhi gesehen werden: Er verfolgte seine Ziele, verzichtete dabei auf Gewalt und erreichte sein Ziel!

Wie hat er das gemacht?

Er hat den Machtkampf einseitig beendet.

Er hat das vorgegebene Spiel nicht länger mitgespielt.

Er hat sich für seine Werte eingesetzt ohne dabei anderen Leid zuzufügen.

Vorgehensweise: Stärke statt Macht

Beim Elterncoaching stehen klar die Eltern im Fokus der Zusammenarbeit. Als Therapeut stehe ich an ihrer Seite und unterstütze sie in ihrem Anliegen. Diese Situation ist für Eltern ungewohnt, aber sie haben keine Wahl. Es ist ihr Job ihr Kind zu erziehen und dabei braucht man manchmal Unterstützung.

Schritt 1) Identifizieren des Verhalten des Kindes, das sie nicht länger hinnehmen möchten

Schritt 2) Erarbeiten einer gemeinsamen, gewaltfreien Haltung als Eltern

Schritt 3) Ausstieg aus dem Machtkampf: Ankündigung an das Kind

Schritt 4) Wortlaute und Handlungen einüben und zu Hause anwenden

Schritt 5) Erhöhung der elterlichen Präsenz im Leben der Kinder

Schritt 6) Fortlaufende Reflektion der Ergebnisse und Optimierung

Schritt 7) Das Schweigen brechen: Ein Netzwerk von Unterstützern aufbauen und nutzen

Schritt 8) Beziehungsangebote und Wiedergutmachungen an das Kind richten

Schritt 9) Familienleben durch Klarheit und Präsenz als Eltern entspannen

Diese Schritte verlaufen in der Praxis wenig linear sondern meistens parallel. Als Therapeuten ist es unser Job für sie diese Prozesse zu begleiten und auch zu ermöglichen.

Alles tun was stärkt

Sofern es angezeigt ist, können paartherapeutische und einzeltherapeutische Sitzungen hinzugenommen werden. Auch kann es sinnvoll sein, Gespräche mit der Schule oder weiteren Kooperationspartnern und Unterstützern zu führen.

Sobald die familiäre Situation zu Hause es zulässt, werden auch die Kinder in die Zusammenarbeit mit einbezogen. In der Regel werden an ein Elterncoaching noch einige familientherapeutische Sitzungen angeschlossen.

Moderne Anwendungsgebiete von Elterncoaching

  • in Verbindung mit dem Systemischen Ansatz
  • in Verbindung mit EMDR, Brainlog und SET
  • in Verbindung mit Positiver Psychologie
  • in Verbindung mit Provokativer Therapie
  • in Verbindung mit ambulanter Burnout-Therapie
  • in der Kinder- und Jugendhilfe
  • in der Schule
  • Beantwortung schulischer, gesellschaftlicher und politischer Fragestellungen
EMDR

 Positive Ressourcen verstärken - hemmen was belastet

EMDR zählt zu den bilateralen Techniken und wurde vor über 20 Jahren von Francine Shapiro entdeckt: Es gelingt Belastungsreaktionen, Ängste und Traumata analog den Verarbeitungsmechanismen im REM -(Rapid Eye Movement) Schlaf dauerhaft zu heilen. Seitdem wurde die Methode mit großen Erfolgen weiterentwickelt und wird in unterschiedlichsten Bereichen erfolgreich angewendet.

Wissenschaftlich anerkannt

EMDR ist von der APA, der American Psychological Association, und der ISTSS, der International Society for Traumatic Stress Studies, als wirksam anerkannt. Der Wissenschaftliche Beirat Psychotherapie verabschiedete am 6. Juli 2006 ein Gutachten zur wissenschaftlichen Anerkennung der EMDR-Methode zur Behandlung von Posttraumatischen Belastungsstörungen. In diesem wird die EMDR-Methode zur Behandlung von Posttraumatischen Belastungsstörungen bei Erwachsenen als wissenschaftlich anerkannt bezeichnet.


Zur Vorgehensweise
Im EMDR fokussiert der Klient die belastende Situation, während seine Augen den Handbewegungen des Therapeuten, im wechselnden Rhythmus von links nach rechts, folgen. Die Augenbewegungen werden solange durchgeführt bis der Belastungsgrad auf null gesunken ist.
Eine Entspannungsreaktion erfolgt und Ängste, Belastungen und Traumata werden vom Hippocampus ins Langzeitgedächtnis übertragen und ohne Belastungsreaktionen abgespeichert. Ist die Belastung dort angekommen, wird sie als "erledigt" abgespeichert und drängt sich nicht mehr als Erinnerung oder belastende Körperreaktion auf.
So Lisa M.: "Ich bin immer wieder total begeistert, wie intensiv ich bei den Stunden in meine Gefühle eintauche. Und wie sie mich, zumindest kurzfristig, zu beherrschen scheinen. Manchmal tut es richtig weh, Schmerzen oder eine Starre werden spürbar und dann... urplötzlich, wird alles leicht, federleicht sogar. Ein Grinsen, ein Auflachen - ALLES WEG! KEINE BELASTUNG MEHR! GENIAL!"


EMDR wird im Coaching als Wingwave bezeichnet. Es findet im Coaching insbesondere Verwendung bei der Lösung von Belastungen und gezielten  Aktivierung von Potentialen und Ressourcen.


Argumente für EMDR

  • In vielen wissenschaftlichen Studien wurde diese Methode als effektiv und auch anhaltend belegt.
  • EMDR zählt zu den wirksamsten und effektivsten Kurzzeittherapien.
  • Spürbare Verbesserung von der ersten Sitzung an.

Besonders geeignet für

  • Traumata, Posttraumatische Belastungsreaktionen
  • Ängste, Panikattacken
  • Lampenfieber, Redeangst
  • Burnout, Stressreaktionen
  • Blockaden
  • Depressionen
  • Lernstörungen, ADHS
  • Sucht
  • Psychosomatische Beschwerdebilder, Schmerzen


Kinder wie Jugendliche sprechen in der Regel noch schneller auf die bilaterale Stimulation an. So gelingt es bei ADHS, Lernblockaden und Verhaltensauffälligkeiten hervorragende Resultate in kurzer Zeit zu erzielen. Noch effektiver gelingt dies, wenn systemisch gearbeitet wird. Das heißt, die Eltern, die häufig sehr unter der Belastung und den Reaktionen der Umwelt leiden, werden in den Therapieprozess aktiv miteinbezogen und idealerweise mit ein bis zwei Brainlog- Sitzungen gestärkt.


Literatur
EMDR in Aktion: Die neue Kurzzeit-Therapie in der Praxis von Francine Shapiro, Margot Silk Forrest, Theo Kierdorf und Hildegard Höhr (1. Januar 2007)
Gekonnt coachen: Präzision und Pro-vokation im Coaching von Martina Schmidt-Tanger (27. Februar 2009)
EMDR mit Kindern und Jugendlichen: Ein Handbuch von Thomas Hensel und  Michael (Oktober 2006)

Improvisationstheater

"To teach drama is really to teach social skill."
Keith Johnstone, Begründer des Improvisationstheaters

Egal ob Manager, Jugendliche oder Kinder: Alle lassen sich von Kommunikationsspielen aus dem Impro-Theater begeistern. Mit Improvisationsübungen wird auf spielerische Weise sowohl das Verhaltensrepertoire erweitert, als auch die Wahrnehmung für sich und andere geschärft. Denn beim Spielen arbeitet man wie im Job und Privatleben im Team.

Das heißt, man muss auf seine Mitspieler achten, reagiert flexibel auf deren Ideen und bringt eigene Ideen ein. Dabei werden Kreativität und Offenheit gefördert, die Körpersprache geschult und gleichzeitig Sicherheit in Ausdruck und Mimik gefördert.

 

Ihr Nutzen
Sie trainieren Körpersprache und Kommunikation auf spielerische Weise und lernen neue Elemente der Kommunikation kennen.

Mit diesen Spielen lassen sich auch Kinder und Jugendliche erreichen, die für "normale" Erziehungsmethoden nicht mehr zugänglich sind. Kommunikationsmuster werden ohne Druck auf spielerische Weise vermittelt, es gibt kein richtig und falsch, sondern nur ein sowohl als auch. Ein intensives und wohlwollendes Kennenlernen der Kursteilnehmer mit ihrer individuellen Problematik ist mit dieser Vorgehensweise bereits am Anfang gegeben.

Argumente für Improvisationstheater

  • Spielerisches Trainieren von Körpersprache und Kommunikation
  • Kommunikation ohne Bewertung
  • Für mehr Wohlbefinden und Energie im Team

Besonders geeignet für

  • Training von Kommunikation und Körpersprache
  • Bearbeitung von Konflikten und Verbesserung der Kommunikation in Teams

Literatur
Keith Johnstone,„Theaterspiele“, „Improvisation und Theatersport“

Kognitive Verhaltenstherapie im provokativen Stil

Standarteinstellungen prüfen, bessere entdecken - dann neue Wege gehen

Die Elemente des von Frank Farrelly entwickelten Provokativen Stils, der auf Humor, Ehrlichkeit und Respekt sich selbst und Anderen gegenüber basiert, ist eine ideale Grundlage für eine Arbeitsweise, in dem Empowerment Weg und Ziel ist. Nicht stundenlanges Zuhören und Nicken bestimmen das Setting, sondern ehrliche, spontane und humorvolle Rückmeldungen.

Der Therapeut oder Coach mischt sich ein, schlägt vor, aber die Verantwortung behält der Klient. Denn nur er kann entscheiden wie schnell er Veränderungen angehen will, was wichtig für ihn ist und welche Richtung er am Besten einschlägt.

Karin W.: "....inzwischen weiß ich, was da passiert. Der Wohnzimmerschrank mit all seinen Gedanken wird ausgeräumt, alles wird fröhlich begutachtet und danach Stück für Stück, neu sortiert und liebevoll wieder eingeräumt."

Frank Farrelly, zählt zu den herausragenden Pionieren auf dem Gebiet der Psychotherapie und diente dem NLP neben Virginia Satir, Milton Erickson und Fritz Perls als Vorlage für erfolgreiches Arbeiten. Die von Frank Farrelly propagierte Kombination von ehrlichen Rückmeldungen, der Forderung nach Selbstverantwortung gekoppelt mit Humor lässt verschüttete Ressourcen schnell erkennen und leben.

Frank Farrelly starb am 10. Februar dieses Jahr im Alter von 82 Jahren. An dieser Stelle schicken wie ihm die besten Grüße dahin, wo er gerade ist. Frank und seine humorvolle herzliche Art zu arbeiten haben unseren Arbeitsstil sehr geprägt. Auch unsere Klienten sind begeistert, sie fanden mit dieser Arbeitsweise wieder zu neuen Sichtweisen, besseren Standardeinstellungen und vor allem zu ihrem Humor zurück:

 

" ...nichts ist so schwer, als dass es nicht leicht und einfach zu ändern wäre."

 Argumente für die Kognitive Verhaltenstherapie und den Provokativen Stil

  • Humor und Herzlichkeit bilden die Grundlage der Arbeit
  • Kognitive Verhaltenstherapien sind Kurzzeittherapien und zählen den effektivsten Therapieformen
  • Studien belegen eine Wirksamkeit von 80% - 90%

Besonders geeignet für

  • Belastungen, Konflikte und Beziehungsprobleme
  • Sucht
  • Ängste, Panikattacken
  • Depressionen
  • Zwänge
  • Trauma
  • Aggressivität
  • "Hoffnungslose Fälle"

Literatur
Provokative Therapie von Frank Farrelly, Jeffrey M.Brandsma, Ernst Petzold und Gisela Schneider-Gramann (1. August 1986)

"Das wäre ja gelacht: Humor und Provokation in der Therapie", Eleonore Höfner und Hans-Ulrich Schachtner (1995)

Gaudiano BA. Cognitive-behavioural therapies: achievements and challenges. Evidence-Based Mental Health 2008; 11: 5-7.

Positive Psychologie

Verstehen und umsetzen was uns wirklich glücklich macht.

Was macht das Leben lebenswert?

Glauben sie die Psychologie hat Antworten darauf?

Ja, dank der Positiven Psychologie!

Früher hat sich die Psychologie fast ausschließlich mit der Diagnose und Behandlung von Problemen beschäftigt und hat herausgefunden, was uns alles unglücklich macht. Irgendwann wurde erkannt, dass das Überwinden von Unglück noch nicht gleich Glück bedeutet. Paradox, oder?
 

Die Neugier herauszufinden warum wir Menschen glücklich werden ist nicht neu, aber die systematische Erforschung dessen (seit ca. 2000, Prof. Dr. Martin Seligman).

Sinn, Beziehungen und Dankbarkeit. Mehr ist nicht zu tun?

Heute wissen wir, was wir brauchen um glücklich und zufrieden zu leben und was wir dafür tun können. Sinnhaftigkeit, vertrauensvolle Beziehungen und Dankbarkeit sind Schlagworte, die aber nicht nur aufgesagt sondern bewusst gelebt werden wollen. Neben der Heilung von psychischen Störungen geht es in der Psychologie verstärkt um die Förderung des Potentials des Menschen.

Weiter wissen wir heute, dass Investitionen in unserer Glücks-Faktoren der Beste Schutz vor Stress und Burnout ist. Dabei darf der Begriff Glück nicht missinterpretiert werden, denn er beinhaltet mehr als bloße Fröhlichkeit und Freude. Es geht um Wohlbefinden, dass sich durch mehrere Parameter bestimmt (2009, Martin Seligman, zitiert von Philip Streit).

PERMA-Formel als Theorie des Wohlbefindens:

  • Positive Emotionen: im Verhältnis 3:1 (bei Kindern 5:1, meinen wir)
  • Engagement: Für Engagement einsetzen und Stärken leben

  • Relationen: Menschen sind Beziehungswesen und brauchen Verbindungen

  • Meaning: Sinn und Bedeutung in Vorhaben die größer sind als wir selbst

  • Accomplishment: Zielerreichung und Erfolg (Selbstwirksamkeit und Selbstvertrauen)

Mit Hilfe der Positiven Psychologie kann sich jeder Mensch ganz individuell um seine eigene Sinnhaftigkeit und sein eigenes Glück kümmern. So nehmen übrigens auch die wenig schlauen Vergleiche mit anderen ab.

Mehr über Martin Seligman und die Positive Psychologie (auch auf Deutsch):

http://www.authentichappiness.sas.upenn.edu/Default.aspx

Noch ein Wort zum Positiven Denken:

Motivationssätze nach dem Motto „Tschakkaaaaaa, du schaffst es!“ gehören nicht zur Positiven Psychologie, sondern sind unwissenschaftlicher Humbug des „Positiven Denkens”. Solche Methoden können Leiden verlängern und verschlimmern. Interessant schreibt hierzu Barbara Ehrenreich in ihrem Buch Smile or Die: How Positive Thinking Fooled America and the World“.

Simple Energy Techniques - SET

Bremsen lösen - Ressourcen stärken - Energie freisetzen

Die Simple Energy Techniques, kurz SET genannt, eignen sich hervorragend als "Erste Hilfe Maßnahme".

Steve Wells und David Lake lehren diese einfache Technik mit sehr guten Erfolgen. Sie haben damit das EFT, die Emotional Freedom Techniques, vereinfacht und mit Elementen des Provokativen Stils kombiniert. Wer noch nicht mit dieser Technik in Berührung gekommen ist, dem wird diese Methode sehr seltsam erscheinen. Wenn man sie anwendet wird man aber schnell von ihrer Wirksamkeit überzeugt sein. Bei dieser Technik werden die Meridiane durch sanftes Klopfen stimuliert. Während des Klopfens denken sie an ihr Problem oder die Situation, die Belastungen hervorrufen oder Schwierigkeiten bereitet. Gleichzeitig werden immer wieder damit einhergehende Körperempfindungen fokussiert. Stress und Belastungsreaktionen können reduziert werden, gleichzeitig können aber auch deren Ursachen gezielt und sehr effektiv bearbeitet werden, insbesondere dann wenn diese Technik mit einer humorvollen provokativen Überprüfung von Einstellungen und Verhaltensweisen kombiniert wird.

Unsere Empfehlung: Praktizieren Sie das SET täglich ca.15-30 Minuten und lassen Sie diese Technik zur Gewohnheit werden, indem sie das Klopfen der Meridianpunkte in ihren Alltag integrieren. Nutzen Sie dabei Gelegenheiten wie z.B. beim Telefonieren, beim Spazierengehen oder Busfahren. Klopfen Sie dabei jeden Punkt 8 -10mal. Alle Meridianpunkte können beliebig kombiniert und beliebig oft geklopft werden. Oft wird ein Punkt als besonders intensiv wahrgenommen. Bleiben Sie dann bei diesem Punkt. Sie können nach Belieben auch später die anderen Punkte dazu nehmen.

 

Argumente für SET

  • Leicht erlernbare Energietechnik
  • Jederzeit in den Alltag integrierbar
  • Sowohl bei akuter Belastung, wie auch präventiv geeignet

Besonders geeignet für

  • Belastungen und Belastungsreaktionen
  • Ängste, Panikattacken

Mehr Informationen: www.eftdownunder.com

Systemische Skulptur- und Strukturarbeit

Dynamiken durchblicken, Energien freisetzen, Lösungsvisionen mitnehmen.

Die Skulptur- und Strukturarbeit ist eine wichtige und neurobiologisch starke Methode um Einblick in Dynamiken und Befindlichkeiten zu erhalten. Wahrscheinlich ist sie eine der energiereichsten Methoden zur Klärung von Wechselwirkungen und Prozessen überhaupt.

Argumente für Systemische Skulptur- und Strukturarbeit

 

  • schnelles Erfassen von Dynamiken & Blockaden
  • Lösungsperspektiven werden sofort erkannt
  • für Einzelpersonen, Familien, Teams und Organisationen gleichermaßen wirksam
  • bringt Energie ins System

 

 

Vorgehen

Mit Hilfe der beteiligten Personen oder auch Menschen als Stellvertretern werden Situationen wie auf einem Spielfeld nachgestellt. Dabei werden die Personen im Raum in eine Konstellation gebracht, die der Wahrnehmung des Auftraggebers entspricht. Beziehungen und Muster, Nähe und Distanz, Rollen und Verantwortungsbereiche werden so auf einmal sichtbar und können priorisiert werden. Wechselwirkungen und Prozesse werden so verlangsamt und klar herausgearbeitet. Die Ergebnisse dieser Arbeit zeichnen sich aus durch einen sehr hohen Erkenntnisgewinn und gleichzeitig durch das Identifizieren einer ersten Lösungsperspektive. Im weiteren Verlauf kann ein "spielerisches Ausprobieren" erste Veränderungsmöglichkeiten und Lösungsschritte anbahnen.

Systemische Skulptur- und Strukturarbeit ist ausschließlich Diagnose

Zentral ist hierbei, dass wir diese Methoden zur Diagnostik, also zum Erkenntnisgewinn nutzen. Anschließend muss eine Nachbereitung des Erfahrenen erfolgen. Die so oft angebotenen "Aufstellungs-Seminare", die ohne weiterführende Begleitung angeboten werden, halten wir für unseriös. Wir haben es schon oft erlebt, dass Coaches und Therapeuten mit diesen Methoden experimentieren aber anschließend ihre Kunden nicht professionell weiter begleiten. Wir arbeiten ausschließlich mit diesen Methoden, wenn eine weitere Zusammenarbeit im Anschluss möglich ist, denn diese Methoden können über Wochen und Monate nachwirken. Hierfür ist eine achtsame und professionelle Begleitung angezeigt.

Wir distanzieren uns von...

Wir distanzieren uns hier ausdrücklich von den Familienaufstellungen nach Bert Hellinger, auch wenn wir seine Verdienste in der Weiterentwicklung der Methode sehr schätzen. Dennoch gibt es große Unterschiede in der Art und Weise der Durchführung und Weiterarbeit.

Die Teilnahme an Systemische Skulptur- und Strukturarbeit ist Menschen als Klient oder Stellvertreter vorbehalten, die körperlich und psychisch belastbar sind. Krisensituationen können die Wahl dieser Methoden ausschließen. Die tiefe Wirkung der eingeleiteten Prozesse sollte nicht unterschätzt werden, weswegen eine anschließende Weiterbegleitung für uns verpflichtend ist.

Einzelperson, Team oder Gruppe?

Dabei ist die Systemische Skulptur- und Strukturarbeit nicht an Gruppen gebunden: Auch Themen von Einzelpersonen können sehr effizient bearbeitet werden. Thematisch können alle Bereiche des Privaten und der Arbeitswelt Anlass für eine Systemische Skulptur- und Strukturarbeit sein, die Methode kann leicht an das jeweilige Anliegen angepasst werden.

Grundlage dieser Arbeit ist der Systemische Ansatz. Lesen sie hier mehr dazu.

Systemische Skulptur- und Strukturarbeit kombinieren wir mit:

 

  • klassischen Herangehensweisen in Coaching, Training & Therapie
  • Systemischen Ansatz
  • Neurowissneschaften, EMDR & Brainlog und SET
  • Elterncoaching
  • Positiver Psychologie
  • Provokativer Therapie
  • ambulanter Burnout-Therapie
  • gesellschaftlichen und politischen Fragestellungen

 

 

 

Systemischer Ansatz

Dynamiken verstehen, die eigene Rolle finden, Beziehungen leben.

Die Beziehungen in unserem Privat- und Arbeitsleben verändern sich laufend. Der größte Wunsch des Menschen ist es, dass die Beziehungen zu sich selbst, Partnern, Freunden, Familienangehörigen, Kollegen und Mitarbeitern stabil und funktionsfähig sind. Um dies zu erreichen ist es notwendig sich mit sich selbst und dem eigenen Umfeld auseinander zu setzen und Beziehungen bewusst zu gestalten.

Argumente für den Systemischen Ansatz

  • eines der am häufigsten nachgefragten Verfahren
  • hohe Effizienz bei einer relativ geringen Anzahl von Sitzungen (Kurzzeittherapie)
  • Wirksamkeit bereits in über 80 Studien nachgewiesen
  • Anerkannt vom WBP - Wissenschaftlichen Beirat Psychotherapie

Beziehung zu anderen und die Beziehung zu sich selbst als zentrale Indikatoren

Im Kontakt mit anderen Menschen, sei es privat oder in der Arbeitswelt, fällt uns am häufigsten auf, dass gerade irgendetwas nicht stimmt. Daher ist es zentral für diese zwischenmenschlichen Schwierigkeiten Lösungen zu finden und Beziehungen aktiv zu gestalten. In der Systemischen Arbeit wird der Fokus außerdem auf die Beziehung eines Menschen zu sich selbst gerichtet, da es hier ebenso Belastungen und Blockaden geben kann. Beispielsweise, wenn wir mit Traurigkeit und Ängsten konfrontiert sind, ungesunde Verhaltensweisen an uns beobachten oder uns kraftlos fühlen.

Der interdisziplinäre Charakter und Ursprung der Systemik

Erkenntnisgewinn und Praxisfortschritt folgen keinen gleichmäßigen Schritten, sondern sind ein dynamischer Prozess. Im Nachhinein ist es deshalb schwer einen „Erfinder“ auszumachen, oftmals erscheint die Zeit einfach reif für einen bestimmten Entwicklungsschritt, eine neue Perspektive.

In vielen Wissenschaften vollzog sich in den 50er Jahren eine Veränderung, die sich weg von der isolierten Betrachtung von Objekten und deren Eigenschaften hin zur Beobachtung miteinander agierender Objekte und deren Wechselbeziehungen, die gemeinsam eine übergeordnete Einheit bildeten – ein System. Es zeigte sich, dass das Verhalten der Objekte besser durch ihre Wechselbeziehungen und den Regeln der Kommunikation, als durch ihre individuellen Eigenschaften erklärt werden konnte (von Schlippe/ Schweitzer 2007). Auch im psychosozialen Bereich gab man diesem Interesse nach und interessierte sich zunehmend für die sozialen Systeme eines Objektes. So kam es zu einem erweiterten Verständnis von menschlichen Problemen und möglichen Interventionen (z.B. Minuchin, Satir). Unter dieser Perspektive wird problematisches Verhalten nicht mehr mit Eigenschaftskonstrukten oder Krankheitsbildern gleich gesetzt, sondern mit kontextueller Interaktion, kommunikativen Sinn und Nutzeneffekt erklärt. Zentral dabei ist immer die Auswirkungen des Problemverhaltens zu beobachten und auch zu hinterfragen, welche Kompetenzen sich dahinter eigentlich verbergen (vgl. Depression vs. depressives Verhalten) (von Schlippe/ Schweitzer 2007).

Systemik als allumfassende Deutung des Lebens und Ermöglichung von Veränderungsprozessen

Systemische Therapie fasst weit mehr als eine Psychotherapieschule mit familientherapeutischem Schwerpunkt, denn sie orientiert sich an der grundlegenden systemischen Konstitution fast aller Naturphänomene und insbesondere die Natur des Menschen (Schiepek, 2012). In den biologischen, neuronalen, psychischen und sozialen Prozessen des Menschen erkennen wir Merkmale von Systemen. Somit ist es nicht verwunderlich, dass systemische Denk- und Praxismodelle auch in Unternehmen der Verwaltung und der Politik genutzt werden (von Schlippe/Schweitzer 2007).

Was ist ein System? Zugehörigkeit – Sinnhaftigkeit – Balance

Sehr vereinfacht könnte man sagen, dass ein System aus Elementen und Objekten besteht, die eine gemeinsame Sinnhaftigkeit haben. Zwischen diesen Elementen und Objekten bestehen Beziehungen. Diese Beziehungen kann man auch als Wechselwirkungen beschreiben, denn Elemente und Objekte beeinflussen sich gegenseitig und reagieren aufeinander. Ein System kennzeichnet sich dadurch, dass es zwischen Elementen und Objekten einen inhaltlichen Zusammenhang gibt. Dieser Zusammenhang kann beispielsweise sein, dass wir Mitglieder der gleichen Firma, des gleichen Teams, dergleichen Familie, des gleichen Freundeskreises oder der gleichen Nation sind. Wir können also gleichzeitig Teil mehrere Systeme und Subsysteme sein. Auch kann die Zugehörigkeit zu einem System die Zugehörigkeit in einem anderen System, zum Beispiel am Arbeitsplatz, ausschließen. Zentral ist, dass jedes System seine eigenen Regeln, Hierarchien und Dynamik besitzt. Diese werden nicht immer bewusst ausgehandelt und gesteuert. Ziel eines jeden Systems ist es, sich nach innen hin zu stabilisieren und auszugleichen und nach außen hin abzugrenzen. Auch diese Dynamiken geschehen nicht immer bewusst. Man könnte also sagen Systeme sind geprägt von einer gemeinsamen Sinnhaftigkeit und dem Streben nach Balance (von Schlippe/ Schweitzer 2007).

Wechselwirkungen: Austausch & Dysfunktionalität

Wechselwirkungen sind der lebendige Teil in Systemen oder zwischen Systemen, die zum einen Austausch und Rückkoppelung ermöglichen, aber auch zu chaotischen und dysfunktionalen Zuständen führen können. Dies gilt wieder ebenso für alle biologischen, neuronalen, psychischen und sozialen Prozessen des Menschen. Die Dynamik in den Systemen sind oft so komplex, dass wir als Teile des Systems den Überblick verlieren und die Dynamik nicht mehr verstehen. Vorgehensweise Grundlegende Aufgabe von Systemikern ist es, den inneren Sinn eines Systems zu erfragen. Erst wenn die Verarbeitungslogik des Systems deutlich wird, kann auch verstanden werden, wie mit Herausforderungen umgegangen wird, welche Veränderungspotentiale bestehen und welche Zugangsmöglichkeiten wählbar sind.

Auf die richtige Kombination kommt es an: die Bedeutung der Beziehung zwischen Klient und Therapeut/Coach

In den klassischen Herangehensweisen der Psychotherapie und auch der Medizin geht man davon aus, dass zu ein bestimmtes Problem auch eine bestimmte Erklärung gehört, aus der sich eine bestimmte Vorgehensweise ableitet mit der eine bestimmte Wirkung erzielt werden möchte. In diesem linearen Modell war bisher wenig Platz für die Bedeutung der Klienten-Therapeuten-Beziehung. Dank der Forschung mit dem so genannten „common factors modell“, welches den Fokus auch auf die Interaktion zwischen Klient und Therapeut legt, wissen wir heute, dass die Beziehung und der Prozess zwischen Klient und Therapeut entscheidend für den positiven Verlauf einer Zusammenarbeit ist und weniger die Inhalte und die Methodik.

Daher kann Ihnen auch an dieser Stelle nur wieder ans Herz gelegt werden, sich mit der Wahl des Therapeuten oder Coaches so lange Zeit zu lassen, bis sie das Gefühl haben, an der richtigen Stelle angekommen zu sein.

Orientierung in einer immer komplexeren Welt

Darüber hinaus ist der Systemische Blick in der heutigen Zeit wichtig, damit wir uns in dieser hochkomplexen Welt zurecht finden und uns Orientierung verschaffen. Nicht um die Welt kleiner und einfacher zu machen, das werden wir in Wirklichkeit nie erreichen. Aber mit Hilfe des systemischen Blicks ist es möglich zu erkennen, was im Moment wirklich wichtig ist und ob es zu den langfristigen Zielen passt.

Klassische Anwendungsgebiete des Systemischen Ansatzes

  • Systemische Einzeltherapie
  • Systemische Paartherapie
  • Systemische Familientherapie
  • Systemisches Coaching
  • Systemische Supervision
  • Systemische Organsiationsberatung
  • Systemische Struktur- und Skulpturarbeit

Moderne Anwendungsgebiete des Systemischen Ansatzes

  •  in Verbindung mit EMDR, Brainlog und SET
  • in Verbindung mit Elterncoaching
  • in Verbindung mit Positiver Psychologie
  • in Verbindung mit Kognitiver Verhaltenstherapie im Provokativen Stil
  • in Verbindung mit ambulanter Burnout-Therapie
  • Beantwortung gesellschaftlicher und politischer Fragestellungen

Literatur: Arist von Schlippe und Jochen Schweizer (2007): Lehrbuch der systemischen Therapie und Beratung I: Das Grundlagenwissen Günter Schiepek (2012): Systeme Therapie - Eine Annäherung. In: Kontext 43 (4): S. 338-362

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